Die
letzte Fachtagung, die die BAG gestaltet hat, war die Fachtagung
Bautechnik, Holztechnik und Farbe- und Raumgestaltung auf den
Hochschultagen in Nürnberg im März 2008. Wir dokumentieren
hier die Vorträge. Die Texte zu den Vorträgen werden
in Kürze in einem Tagungsband veröffentlicht.
- 15. Hochschultage Berufliche Bildung Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen/Nürnberg vom 12. - 14. März 2008 -
Qualitätsentwicklung
und Kompetenzförderung sind ein grundlegendes Anliegen
beruflicher Bildung. Wie diese zu bestimmen und zu messen sind,
welche Standards in den Berufsfeldern Bautechnik, Holztechnik
sowie Farbtechnik und Raumgestaltung gesetzt werden, inwieweit
sie spezifisch auf das berufliche Lernen in diesen Berufsfeldern
ausgerichtet sind und ob sie die Lernprozesse positiv beeinflussen
können, sind zentrale Fragestellungen.
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Information ? ... siehe vollständigen Einführungstext
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Qualität
entwickeln
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Hans-Jürgen
Lindemann, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft
und Forschung Berlin, Regionale Fortbildung der beruflichen Schulen:
Qualitätsentwicklungssysteme Ansätze in den
Bundesländern (Einleitungsvortrag)
In
den Bundesländern sind in den vergangen Jahren unterschiedliche
Qualitätsentwicklungssysteme in den beruflichen Schulen zur
Anwendung gekommen. Diese reichen von der Übertragung von QM-Systemen
nach ISO oder EFQM bis hin zum System der so genannten Schulprogrammentwicklung
mit der Schulinspektion. Nach einem kurzen Überblick werden
zentrale Fragen für die Diskussion entwickelt, wie z.B.: Welche
Wirkungen haben die Einführung dieser Systeme auf die Unterrichtsqualität
und insbesondere auf die berufspädagogische und didaktische
Gestaltung von Bildungsgängen und Unterricht?
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hier:
Einfuehr_QM.pdf
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Konrad
Richter, Berufskolleg Hennef:
Externe Evaluation Bausteine für Schulentwicklung
in Nordrhein-Westfalen
Seit
August 2006 haben die ersten Qualitätsprüferinnen und
-prüfer in allen Regierungsbezirken des Landes Nordrhein-Westfalen
ihre Arbeit aufgenommen. Die Qualitätsanalyse nimmt Schulen
als Ganzes in den Blick. Ziel ist es, die Qualität der Arbeit
über ein strukturiertes und standardisiertes Verfahren zu erfassen,
den Schulen eine fundierte Rückmeldung über ihre Stärken
und Entwicklungsbereiche zu geben und ihnen den eigenen Entwicklungsstand
zu reflektieren. Die Analyse soll helfen, Qualität zu sichern
und nachhaltige Impulse für die Weiterentwicklung der Schulen
zu geben. Die Aspekte einer Qualitätsprüfung und die sich
daraus entwickelnden Schwerpunkte von Schulentwicklung werden in
dem Vortrag die tragenden Elemente sein.
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hier:
QM-NRW.pdf
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Sabine
Baabe-Meijer, Berufliche Schulen Mölln:
Instrumente der Schulentwicklung in Schleswig-Holstein und Hamburg
Der
Beitrag fokussiert verschiedene Ansätze und Maßnahmen
zur Qualitätsentwicklung in den Berufsbildenden Schulen Schleswig-Holsteins
und Hamburgs. Es werden Berufsfeld übergreifende Entwicklungen
aufgezeigt, die u. a. im Orientierungsrahmen Qualitätsentwicklung
an Hamburger Schulen und im 'Schulportfolio Qualifizierungsplanung'
der Behörde für Bildung und Sport ihren Ausdruck finden.
Als Beispiel für Schulentwicklung mit Blick auf die Fachrichtung
Bautechnik aus Schleswig-Holstein wird die Lernortkooperation der
überbetrieblichen Ausbildungsstätte (ÜAS) mit den
Lehrkräften der beruflichen Schulen in Mölln vorgestellt.
Mit dem Status Regionales Berufsbildungszentrum sind
zusätzliche Entwicklungsperspektiven eröffnet.
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hier:
Instru-SEpdf
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Kompetenzen
fördern
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Frauke
Göttsche, Berufskolleg Hennef:
Entwicklung von Qualitätsstandards zum Management von
Gewerke übergreifenden Projekten
Es
ist schon ein Wagnis, mit einem Lehrerteam aus neun Gewerken ein
gemeinsames handlungsorientiertes Unterrichtsprojekt zu planen
und dieses dann auf einer realen Baustelle von der Bodenplatte
bis zur Schlussbeschichtung mit insgesamt 140 Schülerinnen
und Schülern umzusetzen. Hier wird nicht nur der Baualltag
Realität für alle Beteiligten: Vor allem an die Planung
und Durchführung des Theorieunterrichts und dessen Verzahnung
mit der Praxis werden neue Anforderungen gestellt. Für das
reibungslose Gelingen eines solch komplexen Unterrichtsprojekts
braucht ein Gewerke übergreifendes Team deshalb klare Zielvereinbarungen,
Qualitätsstandards und eine umfassende Evaluation. Am Beispiel
des Baus einer Garage für die Moped-AG der Gemeinschaftshauptschule
in Hennef durch Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs
Hennef werden die Erfolge, aber auch die situations- und kommunikationsbedingten
Schwierigkeiten, die sich auf dem Weg von der ersten Idee bis
zur Übergabe an den Kunden einstellen können, dargestellt
und reflektiert.
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Thomas
Vogel, Studienseminar für das Lehramt an beruflichen Schulen
in Stade:
Qualitätsmerkmale
guten Unterrichts in den Fachrichtungen Bautechnik, Holztechnik
sowie Farbtechnik und Raumgestaltung
Der
Qualitätsbegriff hat in der erziehungswissenschaftlichen Diskussion
der letzten Jahre immer mehr an Relevanz gewonnen. Dabei blieb seine
Bedeutung trotz vielfältiger Veröffentlichungen höchst
unklar. Qualität wird deshalb in diesem Beitrag in einem Beziehungsdreieck
zwischen den
Zielsetzungen, den lernpsychologischen Grundannahmen sowie den Methoden
und Medien des Unterrichts verortet. Dabei soll vor allem diskutiert
werden, wie die Qualität von Lehr-/Lernprozessen verbessert
werden kann. Nach einer genaueren Klärung des Qualitätsbegriffs
und einer Rezeption bisheriger Forschungsergebnisse soll es um die
Frage gehen, welche spezifischen Qualitätsmerkmale einen guten
Fachunterricht ausmachen. Dabei wird das Qualitätsdreieck
die spezifischen Bedingungen beruflicher Bildung im Berufsfeld Bautechnik
einbezogen.
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hier:
Q-merkmale.pdf
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Tobias
Roß, Fachhochschule Münster
Lehrerhandlungstraining und Fachgesprächskompetenz
Zunächst
wird ein Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand
zur Kommunikationsform des Fachgesprächs im gewerblich-technischen
Unterricht gegeben. Unter anderem werden dort Gütekriterien
beleuchtet, von denen die Fachgesprächsqualität entscheidend
abhängt. In einem zweiten Schritt soll aufgezeigt werden, warum
und in welcher Form Lehrerhandlungstrainings ein geeignetes Instrument
zum Aufbau von Fachgesprächskompetenz sind. Zur besseren Veranschaulichung
werden dabei Einblicke in den Ablauf des Fachgesprächstrainings
am Institut für Berufliche Lehrerbildung in Münster gewährt.
Seine eigentliche Schwerpunktsetzung erreicht der Beitrag mit der
Durchführung eines Fachgesprächstrainings mit den Teilnehmern
der Tagung und anschließender Diskussion.
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hier:
Fachgespraech.pdf
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Leistung
erfassen
nach
oben
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Egbert
Meiritz, Max-Born-Berufskolleg Recklinghausen
Qualitätsstandards durch zentrale Abschlussprüfungen
Fast
ausnahmslos hat sich in den letzten Jahren das Zentralabitur in
allen Bundesländern durchgesetzt und diese Entwicklung hat
auch vor den berufsbildenden Schulen nicht halt gemacht. Mit dem
Schuljahr 2005/2006 wurden in Nordrhein-Westfalen die ersten Schülerinnen
und Schüler in die Berufsgymnasien aufgenommen, die nun im
ersten Durchgang im profilbildenden Fach Bautechnik das Zentralabitur
in einem gestuften Verfahren ablegen. Schrittweise wurden Bildungspläne
aufgestellt, die selbstgesteuertes Lernen auf der einen Seite und
zentrale Prüfungen auf der anderen Seite in den Blick genommen
haben. Dabei wurde ein technikdidaktischer Ansatz entwickelt und
als Standard gesetzt, auf dessen Grundlage, Lehrkräfte nun
ganzheitliche Aufgaben in gesellschaftlichen, ökonomischen
und kulturellen Kontext erstellen und Schülerinnen und Schüler
zentral geprüft werden. Doch wie eignen sich technikdidaktische
Ansätze, einheitliche Prüfungsanforderungen und weitere
Vorgaben als qualitätssichernde Maßnahmen für eine
wissenschaftspropädeutische Bildung im Fach Bautechnik?
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Download hier:
Standards_Pruef.pdf
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Hans-Jürgen
Lindemann, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und
Forschung Berlin, regionale Fortbildung der beruflichen Schulen:
Qualifizierung
der Ersteller von Prüfungsaufgaben zentraler Prüfungen
Von
der Input- zur Outputorientierung, die Schwerpunkte in der Gestaltung
der Ordnungsmittel verschieben sich. Lernergebnisse und deren Überprüfung
spielen eine zentrale Rolle vor allem in studienbefähigenden
Bildungsgängen. Zentrale Prüfungsaufgaben zu formulieren,
ist ein schwieriges Geschäft, denn es geht dabei um mehr als
nur die Konstruktion von Prüfungen. Es geht auch um die Gestaltung
von Unterricht und zunehmend auch um ein Ranking der jeweiligen
Schule. Prüfungsaufgabenersteller müssen deshalb gut qualifiziert
sein, nicht nur in der Technik der Aufgabenformulierung. Es geht
auch darum, wie mit den Einflussmöglichkeiten, die man über
die Gestaltung von Prüfungen hat, verantwortungsvoll umzugehen
ist. Moderation und Konfliktbewältigung spielen deshalb eine
wichtige Rolle. Es ist also ein differenziertes Qualifizierungskonzept
erforderlich, um hohe Qualitätsstandards erreichen zu können.
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Download
hier:
Qualifiz_Pruef.pdf
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Nachhaltig
Handeln
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Werner
Kuhlmeier, Johannes Meyser: Universität Hamburg, TU-Berlin
Kompetenzentwicklung für nachhaltiges Bauen
Der
Leitidee einer nachhaltigen Entwicklung kommt im Bereich
des
Bauens eine besondere Bedeutung zu. In kaum einem anderen Produktionssektor
werden in so großem Umfang natürliche Ressourcen genutzt,
Abfälle erzeugt und soziale Lebensräume gestaltet. Durch
die Langlebigkeit der Bauwerke werden darüber hinaus die Lebensverhältnisse
der nachfolgenden Generationen erheblich mitbestimmt. Die berufliche
Bildung steht daher vor der Aufgabe, den Nachhaltigkeitsgedanken
in den Bau- und Baunebenberufen zu verankern. In diesem Zusammenhang
stellen sich einige Fragen: Wie verändern sich die Anforderungen
an Facharbeiter durch das Ziel eines nachhaltigen Bauens?
Sind hierfür besondere Kompetenzen erforderlich? Wie müssen
Lernarrangements beschaffen sein, um Auszubildende für Nachhaltigkeitsaspekte
zu sensibilisieren und für entsprechende Aufgaben zu qualifizieren?
Welche Modelle und gute Beispiele gibt es hierzu bereits? Auf diese
und weitere Fragen versucht der Beitrag erste Antworten zu geben.
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Download
hier:
Nachhaltig-B.pdf
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Einführungstext:
Qualitätsentwicklung
und Kompetenzförderung sind ein grundlegendes Anliegen beruflicher
Bildung. Wie diese zu bestimmen und zu messen sind, welche Standards
in den Berufsfeldern Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und
Raumgestaltung gesetzt werden, inwieweit sie spezifisch auf das
berufliche Lernen in diesen Berufsfeldern ausgerichtet sind und
ob sie die Lernprozesse positiv beeinflussen können, sind zentrale
Fragestellungen. Dabei sind sowohl die Ausgangsbedingungen, die
Lernenden, die Lehrkräfte, das Unterrichts- und Ausbildungsgeschehen,
wie auch die Entwicklung der einzelnen Lernorte und die Lernortkooperation
in den Blick zu nehmen. Die Referenten der Fachtagung befassen sich
damit, welche Qualitätsentwicklungssysteme
in den verschiedenen Bundesländern angewendet werden (Qualität
entwickeln) und wie Unterricht und Ausbildung auf der Umsetzungsebene
zur Qualitätssteigerung beitragen (Kompetenzen fördern).
Ein anderer Schwerpunkt richtet sich darauf, welchen Anteil zentrale
Abschlussprüfungen am Qualitätsaufbau haben, wie Prüfungsaufgaben
entwickelt und die Leistungen von Auszubildenden bewertet werden
können (Leistungen erfassen). Die Beiträge zum nachhaltigen
und energieeffizienten Bauen, dem Zusammenwirken der Lernorte und
der internationalen Zusammenarbeit von beruflichen Schulen beleuchten
einen weiteren Aspekt der Qualität beruflicher Bildung (nachhaltig
handeln).
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